Alles nicht so ganz verständlich? In Ordnung, hier eine kurze Erklärung:
Mehr als 30 Delphine haben uns auf der Hälfte des Weges begrüsst, als wir vom spanischen Festland Richtung den Inseln Formentera und Ibiza segelten. Unten ein paar Fotos dazu (übrigens: alle Fotos lassen sich durch anclicken vergrössern!)
Calas werden die schönen Buchten mit weissen Sand und hellblauen oder türkisen Wasser auf den Balearischen Inseln -Formentera, Ibiza, Mallorca, Menorca- genannt, in denen man so herrlich ausruhen, schwimmen und ankern kann.
Mooringlines (deutsch: Muringtaue) sind die Taue, mit denen Schiffe in vielen Mittelmeerhäfen an ihren Liegeplätzen befestigt werden. Dazu gehört die eher unangenehme Aufgabe für die Crew, die Slimelines aus dem Wasser des Hafens zu holen.
Solche Leinen sind an der Quaimauer befestigt und führen zu den Mooringlines, die im Hafengrund an schweren Betonblöcken befestigt sind. Beide Leinen sind oft sehr verschmutzt und mit allerlei Muscheln bewachsen, die bös die Finger schneiden können. Zudem sind die Leinen oft so sehr verwickelt mit anderen Leinen, dass niemand auf Anhieb genau weiss, welches Tau an welchem Schiff zu befestigen ist.
Mit den Mooringlines wird das Schiff im Hafen befestigt. Diese Methode erspart das Ankerwerfen und schont dadurch den Meeresgrund und seine Fauna.
Deck schrubben gibt es bei uns auch, es wird am Ende einer Tour gemacht
Unsere Tour
mit den beiden Mermaids Annet und Brigitte war schon etwas besonderes.
Nicht nur wegen der Delphine, die in dieser Menge, mit mehr als dreissig Tieren, selten zu sehen sind sondern auch, weil wir das schönste Wetter hatten und damit alle Termine erfolgreich einhalten konnten.
Wir konnten auch ein Badetuch, eine winch-handle und einen Flaggenstock wieder aus dem Meer herausfischen, die uns vom Schiff auf verschiedene Arten abhanden kamen, das wird hier aber nicht weiter kommentiert
Unsere Tour haben wir mit guten Winden aus der richtigen Richtung gesegelt, ab und zu auch mal mit weniger Wind – dann wurde halt motort.
Es gab lange Tage mit frühen Morgen und späten Abenden, jedoch keinen Tag mit schlechten Wetter, immer war blauer Himmel und wir haben die unterschiedlichen Marinas kennen gelernt, von modern und etwas mondän bis einfach und beschaulich, ankerten in vielen Calas und übernachteten in einer Bucht in Mallorca, kurzum, alles hat uns gefallen.
Wir genossen gutes Essen und herrliche Weine, vollmundige sundowner und haben dazu Landausflüge absolviert. Shopping und sightseeing standen auch auf der Liste.
Brigitte, die sportliche, hat jede Menge Lauftraining wahrgenommen…und das alles immer vor dem Frühstück (15 und mehr Kilometer!!). Einfach bewundernswert diese Kondition, die Disziplin und dazu kam noch ihr ausdauerndes Schwimmen in den Badebuchten…so viel Sportlichkeit machte mich schon ein wenig, sagen wir mal, verlegen…weil ich auch gerne so fit wäre…ausserdem hat sie eine Passion für das Segeln, das richtige Gespür für den Wind und sie macht ohne viel Worte immer das richtige bei den Manövern.
Annet, die für eine Schweizer Segelschule arbeitet, war so lieb, in ihrer einzigen freien Woche in dieser Zeit mit uns zu segeln, und ich habe wieder einmal von ihrer Erfahrung gelernt. Wenn man noch mehr lernen will, und dazu gehören das Zubereiten von leckeren Mahlzeiten UND das Abwaschen, muss man nur einmal sehen, wie effizient und schnell Annet das macht…da kann man nur staunen…und den sundowner hat sie so zu sagen schon immer fertig gehabt, bevor ich mit den Hafenmanövern zu Ende war….
Wir haben wunderschöne Sonnenaufgänge gesehen, dazu richtig romantische Sonnenuntergänge und der Vollmond begleitete uns zur Feier der Mitsommernacht.
Die Insel Tour, Juni, beginnt in Torreviaja, Costa Blanca:
18. Annet kommt an Bord.
19. Brigitte kommt an Bord.
20. Segeln ab Torrevieja, bis El Campello, Costa Blanca, 55 Nautische Meilen (NM) , 11.00 bis 18.00 Uhr.

Brigitte segelt uns Richtung Campello, Costa Blanca

Ein Lunch mit Dessert muss natürlich sein, Kräfte einteilen ist wichtig…

Ablösung: Annet am Ruder
21. El Campello, Costa Blanca bis Formentera, Belearische Inseln, 94 NM, 05.00 bis 20.30 Uhr, Sonnenaufgang 06.23h, . Besuch von mehr als 30 Delphinen während der Fahrt.

Schon seit 1.5 Stunden von El Campello unterwegs zu den Inseln und dann geht die Sonne auf, bye bye Festland, jetzt auf zu den Balearen…

Die Sonne wärmt schon ein wenig, also geniessen…und ausruhen, nach dem (allzu) frühen Aufstehen vor dem Sonnenaufgang. Wir machen es alle so, abwechslungsweise, ich schlafe sogar 3 Stunden…

…und dann kommen sie plötzlich, die Delphine, ich bin einfach nicht schnell genug um sie alle zu fotografieren…


…immer sind mindestens drei vorne an Backbord und drei vorne an Steuerbord…


…sie spielen um das Schiff herum…sind immer schneller als wir




…dann verlassen sie uns und und später taucht Ibiza auf und rückt immer näher an Backbord…

auf der Steuerbordseite sehen wir dann die flache Insel Formentera und nehmen Kurs auf den Hafen…

..in Formentera angekommen…mit dem Liegeplatz am Pier und damit direkten Zugang zu den Restaurants…der sundowner mundet, immer noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang nach einem langen, langen Tag
22. Formentera Marina bis St. Eulalia, Ibiza, 20 NM, 11.30 bis 17.30 Uhr, Badestop zwischendurch in Cala Llonga, Ibiza.
Am nächsten Morgen, auf nach Ibiza…


…zwischen den beiden Inseln Formentera und Ibiza gibt es nur eine relativ schmale Durchfahrt, da muss alles durch und entsprechend gross ist der Verkehr in beiden Richtungen…




Ankern in Cala Llonga, Ibiza, Badestop und Lunch

…ein Badetuch geht über Bord, Brigitte holt es aus 4m Tiefe wieder hoch…

In Ibiza, Sta. Eulalia angekommen, mal einen sundowner…geniessen..hinter der beschaulichen Fassade verbirgt sich alles: hochmoderne Technik, gut organisierte und Touristenfreundliche Inselbewohner mit einem noch besseren Sinn für Geschäfte…dann sightseeing, Dinner und shopping..
23. St. Eulalia, Ibiza bis Andratx, Mallorca, 59 NM, 08.00 bis 18.00 Uhr.


und zwischendurch etwas essbares aus der grossen Küche, während der Autopilot uns nach Mallorca bringt..

Einfahrt in die Marina von Andratx, Mallorca

Kerzenromantik auf dem Schiff? Ja, das gibt’s auch…
24. Andratx bis Palma de Mallorca, 22 NM, 12.00 bis 19.00 Uhr, zwischendurch Badestop in Cala Portals

Ausfahrt aus Andratx, Richtung Cala Portals


Während draussen vor der Cala Portals die Hightech-Segler kreuzen….

geniessen wir die Mittagsruhe…
25.+26. Aufenthalt in Palma, Annet fliegt retour in die Schweiz. In Palma sightseeing.

Sieht man fast von überall…die Kathedrale von Palma de Mallorca…

In Palma ist nicht alles verkehrt…

Es gibt auch schöne Blumen, Castelle und viel Grün zur Erinnerung, für das Auge und die Sinne…
27. Palma bis Sa Rapita Marina, 30 NM, 11.30 bis 17.30 Uhr, herrliches Segeln, Ankern zum Zwischenstop in der schönen Cala Pi nicht möglich, sie ist komplett besetzt.

dafür Baden, mal zur Abwechslung am Strand von Sa Rapita, der ist kilometerlang….Es Trenc soll nicht nur der längste, sondern auch der schönste Strand sein. Einigen wir uns auf den schönsten längsten, ich habe schon kürzere und schönere gesehen…
28. Sa Rapita bis Cala D’or mit Badestop via der grossen Ankerbucht im Naturschutzgebiet der Insel Cabrera, 37 NM, 11.00 bis 20.00 Uhr.

In Cabrera schwimmt Brigitte, wie immer, wie überall, schnell, weit, lange, vom Boot zum Strand…Wir verschwinden am späten Nachmittag wieder von diesem herrlichen Plätzchen, weil wir keine Bewilligung zum Aufenthalt bekommen haben, die muss man in der Saison nur etwa 20 Tage im Voraus beantragen…

Am Liegeplatz in der Marina von Cala D’or, zum Vollmond….

…und mit Sonne am nächsten Morgen…
29. Cala D’or bis Porto Colom, mit Visiten von zahlreichen Calas, die alle besetzt sind, und schliesslich Anker- und Badestop in einer Cala mit No Name, Nähe Cala Fique, 21 NM, 12.00 bis 19.30 Uhr.

….etwas später gegen Mittag in der namenlosen Cala. Ein Strand allein für Brigitte, sie ist gaaaaanz weit hinten links zu erkennen…

Im malerischen Porto Colom…

…relaxen und nach dem Stadtbummel am Abend essen gehen….
30. Porto Colom bis Cala Caragol, 38 NM, 11.00 bis 19.00 Uhr. Dort Ankern und Übernachten auf dem Schiff





…angekommen und geankert in der Cala von Caragol und ein gutes Essen an Bord zum Sonnenuntergang…
Die Sonne sagt uns auf Wiedersehen…
31. Cala Caragol bis Palma de Mallorca, 32 NM, 11.00 bis 16.30 Uhr.

…um uns am nächsten Morgen wieder zu begrüssen und um für uns das glatte Meer zu bescheinen…

…während Brigitte ihre Schwimmrunden (sehr viele!) bereits absolviert hat…
…nach dem ruhigen Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Palma de Mallorca und begegnen vielen Kreuzfahrtschiffen, wie diesem hier…


…und sind dann später wieder zurück im Hafen von Palma und damit in der Zivilisation angekommen….
Brigitte fliegt am nächsten Tag zurück in die Schweiz.
Ich habe einen zweitägigen Aufenthalt in Palma und segle dann gemütlich in drei Tagen mit einem Freund zurück via Ibiza, Formentera nach Torrevieja, wo das Schiff gereinigt wird und alles für die nächste Tour vorbereitet wird.
Mehr davon im kommenden blog, schau wieder mal rein bei mir und wenn ihr Lust habt zu segeln, ruft mich an oder mailt mir
, ich hole euch ab und bringe euch, egal woher-wohin. Alles eine Frage der Zeit und des Wetters natürlich.
Und…für Fragen und Anregungen habe ich natürlich zwei offenen Ohren
Habt noch einen schönen Sommer, bis bald,
Fair weather, Klaus